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Sabine Noack

Die junge Mezzosopranistin Sabine Noack absolvierte ihr Gesangsstudium in ihrer Heimatstadt Berlin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei KS Renate Hoff und Prof. Anneliese Fried, sowie in den Liedklassen von Eric Schneider und Wolfram Rieger. Parallel zum Studium besuchte sie Meisterkurse bei Renata Scotto, Sergej Leiferkus und Julia Varady.

In dieser Zeit hatte sie vielfältig Gelegenheit, sich als Sängerin und Darstellerin zu erproben: Als Magd in Das Wachsfigurenkabinett von W. A. Hartmann, bei Ausschnitten aus Mozarts Clemenza di Tito (Annio/Sesto), als Ramiro in Finta gardiniera und Dorabella in Così fan tutte (beide Mozart) sowie in Querschnitten von Rossinis Barbiere (Rosina) und Cenerentola (Angelina). Für die Spielzeit 2001/02 wurde sie von der Jungen Kammeroper Köln eingeladen, die Partie des Prinzen Orlofsky in Die Fledermaus zu übernehmen. Im Mai 2001 sang sie ihr Diplom mit Auszeichnung und gewann kurze Zeit später beim 20. Internationalen Belvedere-Gesangswettbewerb den CNIPAL-Sonderpreis, der ihr für die Saison 01/ 02 einen Platz im Opernstudio Centre National d’Insertion Professionnelle d’Artistes Lyrique in Marseille ermöglichte. Hier stellte sie sich mit zwei Recitals in den Foyers der Opernhäuser von Marseille und Avignon erstmals dem französischen Publikum vor. Es folgten im Dezember 2001 mehrere Konzerte mit dem Orchestre Régional de Cannes, wo sie unter Philippe Bender die Rosina (Barbiere/ Rossini) sang, sowie im Sommer 2002 das Festkonzert Viva l’Opéra in der Opéra de Marseille (Philharm. Orchester Marseille, ML: Chr.v.Gehren) und eine Verpflichtung als Solistin beim Festival d’Avignon (Tschechische Kammermusik). Im April 2002 sang sie ihren ersten Hänsel in einer Produktion des Deutsch-Französischen Forums Junger Kunst in der Bayreuther Stadthalle, wobei auch eine Aufnahme für den Bayrischen Rundfunk entstand und woraufhin sie wiedereingeladen wurde, im Sommer 03 bei der Tournée-Produktion Orpheus-Collage die Partie des Orphée (Orphée et Euridice/ Gluck) zu übernehmen (Opernhaus Bayreuth, Cocteau-Theater Cap d’Ail, Komische Oper Berlin ). Zurück in Berlin nahm sie ihr Aufbaustudium bei Prof. Anneliese Fried auf, um ihr französisches Repertoire zu erweitern und zu vertiefen: So sang sie u.a. im Rahmen der Sendereihe „Hörprobe“ auf Deutschlandradio Ravels Shéhérazade, war als Conception in einer konzertanten Hochschul-Produktion von L’heure espagnol (ebenfalls Ravel) zu erleben, und sang beim Rheingau Festival an der Seite von Dietrich Fischer-Dieskau (Rezitation) Auszüge aus Nuits d’été. Seit der Spielzeit 03/ 04 war sie als lyrischer Koloraturmezzo am Anhaltischen Theater Dessau engagiert, wo sie in Rollen wie Hänsel, Purcells Dido, Rosina, Nancy, Mrs.Gross (Brittens Turn of the screw), Zerlina oder Rose in Street Scene (Weill) Publikum und Presse gleichermaßen begeisterte. Auch im Musical- und Konzert-Bereich stellt sie ihre Vielseitigkeit immer wieder unter Beweis und gibt in regelmäßigen Abständen Liederabende. Gastauftritte führten sie an die Opernhäuser von Braunschweig, Bielefeld, Magdeburg und Halle. Bisher war Sabine Noack am Landestheater Niederbayern in folgenden Rollen zu sehen: Hänsel in Hänsel und Gretel, Cherubino in Die Hochzeit des Figaro, Chérubin in Chérubin, Ottavia in Die Krönung der Poppea, Idamante in Idomeneo, Marguerite in La Damnation de Faust, Titelpartie in La Cenerentola, Komtesse Stasi in Die Csárdásfürstin und Penelope in Die Heimkehr des Oysseus. Weitere Partien am Landestheater Niederbayern folgten in Die Gärtnerin aus Liebe (Ramiro), L'Orfeo (Silvia (Messagiera), Speranza, Proserpina), Manon (Rosette), Die heimliche Ehe (Fidalma) und La straniera (Isoletta).

Aktuelle Produktionen

Marcel Proust und die vier Apokalyptischen Reiter

Spartenübergreifendes Projekt von Basil H. E. Coleman (Mezzosopranistin