Baal

Schauspiel von Bertolt Brecht

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PREMIEREN Landshut 22.01.16 Passau 06.02.16 Straubing 02.02.16

 

Baal ist ein großer Schriftsteller und wird zunächst von allen bewundert. Er verfasst nicht nur wüste Gedichte, auch sein Lebensstil ist von einem ungeheuren Verschleiß an Schnaps und Frauen geprägt. Wird er der Damen überdrüssig, wirft er sie  achtlos weg. Mit seinem Freund Ekart zieht er durchs Land, verführt weiter Frauen, begeht Betrug für eine Flasche Schnaps und muss wegen Vertragsbruch flüchten. Aus Eifersucht ersticht er Ekart, weil dieser sich mit einer Kellnerin vergnügt hat. Völlig vereinsamt verkommt er im Lager der Holzfäller – ein Monster, das in sich selbst verlischt.

Brechts Erstlingswerk, an dem er von 1918 bis 1926 arbeitete, ist stark vom Expressionismus beeinflusst. Insgesamt entstanden drei Fassungen, in  denen er das Monstrum Baal in den Mittelpunkt stellt, einen Typ des Unmäßigen, der sich einerseits viehisch austobt und hemmungslos zwischen Liebe und Mord schwankt, andererseits aber auch das absolute Genie verkörpert. Brecht selbst gestand später einmal, dass es dem Stück an Weisheit fehle. Im Gegensatz zu seinen späteren Lehrstücken, denen zuletzt immer eine pädagogische Funktion zukommt, strotzt es dafür jedoch vor einer ungebändigten Kraft, die sich anarchisch über jede gesellschaftliche Konvention hinwegsetzt und das individuelle, unzerstörbare Glücksverlangen des Menschen betont. Dieser Gedanke ist es, der fortan allen Figuren in Brechts Werk innewohnt und auch heute noch ein starkes Plädoyer dafür darstellt.

 

VORSTELLUNGSDAUER 2 Stunden 10 Minuten, eine Pause

Kostümbild
Christiane Becker
Arrangements
Kyrill Sohm
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  • Schneider (Foto: Peter Litvai)
  • Schneider, Schaaf (Foto: Peter Litvai)
  • Schneider, Erb (Foto: Peter Litvai)
  • Schneider, Decker (Foto: Peter Litvai)
  • Schneider, Schmiedt (Foto: Peter Litvai)
  • Schneider, Vollrath (Foto: Peter Litvai)
  • Moorbach, Schneider, Vollrath (Foto: Peter Litvai)
  • Schmiedt, Schneider, Schaaf (Foto: Peter Litvai)
  • Schneider (Foto: Peter Litvai)