SYMPHONIEKONZERT III

Inhalt

DRAMATISCH ODER TRAGISCH? Das Konzert beginnt mit Johannes Brahms‘ Tragische Ouvertüre Op. 81. Diese war von Brahms selbst zuerst nicht als „tragisch“ geplant, sondern als „dramatisch“. Die Bezeichnung schien jedoch durch ihren festlichen, dunklen Klangcharakter nicht passend genug.

URAUFFÜHRUNG  Für eine Überraschung sorgt der zweite Programmpunkt. Chefdirigent Ektoras Tartanis wird ein eigenes Werk aus dem Hut zaubern: Niemandsrose, ein Stück für Bariton und Orchester nach Lyrik von Paul Celan.

SCHWERMUT UND VERGNÜGEN Die zweite Hälfte des Abends widmet sich mit dem dritten Programmpunkt ganz Peter Tschaikowsky. Während seine ersten drei Symphonien ein eher stiefmütterliches Dasein fristen, erfreuen sich die letzten drei großer Bekannt- und Beliebtheit. Sind die frühen zu fröhlich und somit zu wenig Tschaikowsky? Fühlt sich der Konzertbesucher bzw. Hörer mehr von Schwermut, schreiender Verzweiflung und seelischem Schmerz angezogen? Wecken die späteren in ihm ein vielleicht sogar wohliges Mitgefühl? Als der 37-jährige Komponist seine 4. Symphonie in f-Moll op. 36 vollendete, steckte er in einer tiefen menschlichen Krise und brachte das dramatisch zum Ausdruck. Zu Beginn gleich ein fanfarenartiges, bedrohliches Schicksalsthema im Blech, das immer wieder gewalttätig einbricht und die zart keimende Hoffnung zum Verstummen bringt. Die mittleren Sätze geben sich nachdenklich melancholisch, nostalgisch, dann wieder vordergründig lärmend, fast übermütig und doch irgendwie nah am Wasser gebaut. Das Finale bringt erneut das Schicksalsthema, wird aber besänftigt und von einer volkstümlichen Feier abgelöst. Tschaikowsky meinte dazu: „Wenn du in dir keine Gründe zur Freude findest, dann geh unters Volk, sieh, wie es sich zu vergnügen versteht.“

PROGRAMM
Johannes Brahms: Tragic Overture Op. 81
Ektoras Tartanis: Uraufführung  Niemandsrose nach Lyrik von Paul Celan, Lieder für Bariton und Orchester
PAUSE
Piotr Illich Tschaikowsky: Symphonie Nr. 4

Das Programmheft in Auszügen finden Sie hier.

Termine

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Kreativteam

Musikalische LeitungEktoras Tartanis

Besetzung

Zusatzinfos

Dauer
ca. 90 Minuten
Preiskategorie
Landshut, Preiskategorie C
Passau, Preiskategorie C
Spielort
Theaterzelt Landshut
Stadttheater Passau

Presse

[...] Neue Musik weckt Neugierde, kribbelt und berührt - wenn sie denn substanziell und emotional erfahrbar ist. Das ist der Fall in Ektoras Tartanis' Uraufführung des siebenteiligen Liederzyklus 'Niemandsrose' für Bariton und Orchester nach Texten von Paul Celan. Die sieben Lieder zeichnen sich aus durch atmosphärische Dichte und jeweils distinkten Charakter sowie hohen Wiedererkennungswert [...].

[...] Das Programm ist vielversprechend, die Interpretation großartig. Mit dem 3. Symphoniekonzert des Landestheaters Niederbayern begeistert Dirigent und Komponist Ektoras Tartanis das Publikum und beweist sein Talent, hochdramatische Musik mit lyrischen Passagen überaus spannend und klangschön zu interpretieren. Gekonnt fügt er seine Eigenkomposition 'Niemandsrose – Sieben Orchesterlieder nach Lyrik von Paul Celan für Bariton und Orchester', zum ersten Mal in Niederbayern zu hören, zwischen Johannes Brahms’ 'Tragischer Ouvertüre op. 81' und Peter Iljitsch Tschaikowskys 'Symphonie Nr. 4 in f-Moll op. 36' ein.