SYMPHONIEKONZERT IV

Inhalt

LETZTER WILLE „Ist dies der Tod?“ So endet das letzte der Vier letzten Lieder von Richard Strauss. Nicht zum ersten Mal, doch in der allerletzten Strophe des letzten Liedes nochmal explizit, zitierte Strauss aus seiner Tondichtung Tod und Verklärung, die er als junger Mann geschrieben hatte. Wie auch anderen Werken der letzten Jahre gab er den Vier letzten Liedern für Sopran und Orchester keine Opuszahl. Er starb 1949, ein Jahr später, ohne sie jemals gehört zu haben. Hermann Hesse meinte, die Musik sei „ohne Zentrum, nur Selbstzweck.“ Und Strauss hat sie wohl wirklich für sich selbst geschrieben, nicht für ein Publikum. Den Titel ließ sich der Verleger Ernst Roth einfallen, als Strauss‘ letzten musikalischen Willen. Musikalisch schöpfte dieser nochmals aus dem Vollen: überbordende Spätromantik, ohne Rücksicht auf den Zeitgeist. Zu verlieren gab es nichts mehr – zumindest nicht auf Erden. Das dürfte er gespürt haben.

Bereits in seiner Ersten zitierte Mahler Motive aus eigenen Liedern. Die Vierte, der Star des Abends, gehört, mit ihren beiden Vorgängern, zu den sogenannten Wunderhorn-Symphonien und in ihnen lässt Mahler nun auch wirklich singen. Grundlage ist sein Liederzyklus Des Knaben Wunderhorn. Das Finale der 4. Symphonie in G-Dur (1901) ist kein symphonischer Satz, sondern ein Lied für Sopran und Orchester: „Das himmlische Leben“ zeigt ein Gegenmodell zum „weltlich Getümmel“, schaut mit kindlichen Augen auf brotbackende Englein und fischende Heilige, kurz, auf ein Schlaraffenland jenseits irdischer Plagen. Das Gedicht scheint, wie alle dieser Sammlung, einfach und einfältig. Mahlers ironische und hochkomplexe Musik sublimiert und trägt es in andere, himmlische Sphären. Hätte die Vierte die Ausmaße der anderen Symphonien, müsste das Publikum wohl auf den Strauss verzichten.

Taxiarchoula Kanati (Mezzo), die 2022 bei den Salzburger Festspielen debütierte und auf ein vielseitiges Repertoire zurückgreifen kann, übernimmt den Gesangspart in beiden Werken.

PROGRAMM
Richard Strauss – Vier letzte Lieder
PAUSE
Gustav Mahler – Symphonie Nr. 4 in G-Dur

Termine

Freitag, 08. Mai 2026
Nur ein Mal in Landshut
Landshut - Theaterzelt
19:30 Uhr
Freier Verkauf
Samstag, 09. Mai 2026
Nur ein Mal in Passau
Passau - Stadttheater
19:30 Uhr
Freier Verkauf
Keine weiteren Termine in dieser Spielzeit

Kreativteam

Musikalische LeitungEktoras Tartanis

Besetzung

Zusatzinfos

Preiskategorie
Landshut, Preiskategorie C
Passau, Preiskategorie C
Spielort
Theaterzelt Landshut
Stadttheater Passau