HERKULES AM THERMODON - Ercole sul Termodonte

Barockoper von Antonio Vivaldi

Beschreibung

PREMIEREN

LANDSHUT 15.05.20

PASSAU 02.05.20

STRAUBING 05.05.20

 

 

Ist denn ein Mann gefährlicher als ein Raubtier?
 
 
Von Antonio Vivaldis über 50 Opern sind nur rund die Hälfte erhalten. Lange galt auch seine Herkules-Oper als verschollen, bis vor einigen Jahren fast alle Arien und Duette in unterschiedlichen Archiven auftauchten und die Oper in weiten Teilen rekonstruiert werden konnte.
 
Die Handlung von Herkules knüpft frei an die neunte der legendären Heldentaten an: Der Sohn des Zeus und der Alkmene steht vor der Aufgabe, in Begleitung zweier Edelmänner (Alceste und Telamon) das Reich der Amazonen aufzusuchen und der Anführerin Antiope ihren Zaubergürtel abzunehmen. Es kommt zur Schlacht am Ufer des Thermodon zwischen Athenern und Amazonen. In der griechischen Mythologie endet der Kampf für die Amazonenkönigin tödlich, die Oper aber verlangte nach einem glücklichen Ausgang, der hier durch die Göttin Diana und eine Doppelhochzeit garantiert wird: Antiopes Schwester, Hippolyta, wird mit Theseus, dem Fürsten von Athen vermählt. Martesia, die Tochter Antiopes, heiratet Alceste, König von Sparta.
 
Bei der erfolgreichen Uraufführung 1723 in Rom standen ausschließlich Männer auf der Bühne. Weil Frauen der Bühnenauftritt im Kirchenstaat grundsätzlich verboten war, wurden die Amazonen von Kastraten in Frauenkleidern verkörpert. Die Oper allgemein hatte in Rom keinen leichten Stand, doch kam Vivaldis sprühende venezianische Bühnenkunst einer Revolution gleich und setzte eine regelrechte römische Vivaldi-Mode in Gang. Sogar der Papst persönlich wünschte, dass Vivaldi ihm auf der Geige vorspiele. Die schillernde Barockoper Herkules, bei der Virtuosität und Expressivität Vivaldis zur vollen Entfaltung gelangen, erlebt am Landestheater Niederbayern ihre deutsche Erstaufführung!
  
In italienischer Sprache mit Übertiteln
 
EINFÜHRUNGEN
Landshut 10.05.20
Passau 26.04.20
Straubing 05.05.20
 
PREISE Landshut B | Passau B | Straubing B
Musikalische Leitung
Cornelia von Kerssenbrock
Regie
Urs Häberli