DIE ZOFEN

Schauspiel von Jean Genet | STUDIO

Beschreibung
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Claire und Solange, zwei Schwestern, sind als Zofen bei der gnädigen Frau angestellt. Während der Abwesenheit ihrer Arbeitgeberin spielen die beiden in Hassliebe miteinander verbundenen Frauen das masochistisch-sadistische Spiel von Herrin und Dienerin, von Herrschaft und Unterdrückung, das sie brutal auskosten. Die beiden beschließen, ihre Herrin zu töten, um sich so aus ihrem sinnlosen Dienstbotendasein zu befreien und vollkommen wie die gnädige Frau werden zu können. Als ihr Anschlag misslingt, spielen sie ihr Spiel noch einmal bis zum bitteren Ende, indem die eine als „gnädige Frau“ den vergifteten Tee der „Zofe“ trinkt.

 

Jean Genet (1910-1986) gilt als das absolute "enfant terrible" der modernen französischen Literatur. Als Jugendlicher floh er erst aus dem Erziehungsheim und dann aus der Fremdenlegion. Er kam immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt und saß mehrere Haftstrafen ab. Er stahl sich buchstäblich durchs Leben und erlebte zunächst nur dessen Schattenseiten. Seinen ersten literarischen Erfolg hatte er 1939 mit einem elegischen Gedicht auf einen wegen Mordes hingerichteten Freund. 1942 bis 1947 verfasste er vier autobiographische, im Verbrechermilieu angesiedelte Romane. Er wurde schnell der Liebling der französischen Künstlerszene und verkehrte mit Cocteau, Sartre und Picasso.

 

Auch wenn er das Verbrecherleben hinter sich ließ, hatte es ihn grundlegend geprägt. In all seinen Werken, wie den Stücken Die Zofen (1947), Unter Aufsicht (1949), Der Balkon (1957), Die Neger (1959) oder Die Wände (1961) geht es um Gewalt, Unterdrückung, sexuelle Obsessionen, Tod und Erotik. Verbrecher sind für ihn moderne Heilige, Märtyrer, die stellvertretend für uns alle die Krankheit der Gesellschaft in sich aufnehmen.

 

VORSTELLUNGSDAUER ca. 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause

 

PREISE LANDSHUT F | PASSAU D | STRAUBING F

Die Zofen ist in Landshut im Salzstadel zu sehen. 

 

In der Mediathek finden Sie ein Gespräch mit Regisseur Markus Bartl und Ausstatter Philipp Kiefer sowie das Programmheft in Auszügen.

Ausstattung
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  • Schulz, Reidel, Baldin (Foto: Peter Litvai)
  • Baldin (Foto: Peter Litvai)
  • Schulz (Foto: Peter Litvai)
  • Reidel, Schulz (Foto: Peter Litvai)
  • Baldin (Foto: Peter Litvai)
  • Baldin, Reidel (Foto: Peter Litvai)
  • Baldin, Reidel, Schulz (Foto: Peter Litvai)
  • Reidel (Foto: Peter Litvai)
  • Baldin, Schulz, Reidel (Foto: Peter Litvai)
  • Schulz (Foto: Peter Litvai)