Lilou Magali Robert wurde in Frankreich ausgebildet, insbesondere am Konservatorium von Toulouse. Seit 1998 arbeitet sie als Tänzerin, Schauspielerin, Pädagogin und Choreografin. Ihre Laufbahn begann mit einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Choreografen Andy de Groat (1998–2004). Danach arbeitete sie in Frankreich und international mit zahlreichen Künstler:innen unterschiedlicher ästhetischer Ausrichtungen zusammen, darunter Jonathan Lunn, den sie 2008 bei der Entstehung von Reading Room in London kennenlernte. Als Schauspielerin wirkte sie zudem in den Filmen der Regisseurin Faye Formisano Insemnopedy I und They dream in my bones mit.
Seit 2012 entwickelt sie ihre eigene choreografische Arbeit vor allem im Bereich des Theaters. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit stehen die Beziehung zwischen Körper und Text sowie die Suche nach individueller Bewegung. Seit 2019 arbeitet sie insbesondere mit der französischen Regisseurin Clea Petrolesi zusammen.
Ihr Interesse an der Rolle des Körpers in der Gesellschaft führte sie zudem zu einem Masterabschluss (Art’Enact) im Bereich Bildungswissenschaft. Sie ist Mitglied des künstlerischen Leitungskollegiums des C.C.I.N.P. Andy de Groat, das sich der Vermittlung und Weiterentwicklung des Werks des 2019 verstorbenen Choreografen widmet. Seit 2024 bildet sie sich außerdem in transgenerationaler Psychoanalyse weiter und begleitet Menschen bei der Erstellung und Analyse ihres Stammbaums.