Franz Schubert Sinfonie in h-Moll D759 „Unvollendete“
Gunnar de Frumerie Konzert für Posaune und Orchester op. 81
Valentin Silvestrov Hymne-2001
Jean Sibelius Sinfonie Nr.7 in C-Dur op.105
In Schuberts Liedern symbolisiert h-Moll den Tod. Vollendet schön und unendlich düster beginnt das Konzert mit Die Unvollendete. Gunnar de Frumerie zählt zu den bekanntesten Komponisten Schwedens. Sein Stil wird als komplex à la Brahms und impressionistisch elegant beschrieben. 1984 erweiterte er seine 2. Cellosonate von 1949 zum Cellokonzert und extrahierte daraus drei Jahre später dieses Posaunenkonzert: seinen Schwanengesang. Mit der Soloposaunistin des Gewandhausorchesters Leipzig, Polina Tarasenko, übernimmt eine Hochkaräterin den Solopart. Ein weiteres Highlight: die Leitung durch Jessica Cottis, Chefdirigentin des Canberra Symphony Orchestra.
Hymne-2001 für Streichorchester lebt von dichter Melodiosität und einer fast jenseitigen Atmosphäre. Das eigentümlich Statische zieht in den Bann. Valentin Silvestrov (*1937) nennt seinen tonalen Stil „semantischen Oberton über der Musik“: nicht abstrakt, sondern bedeutungsvoll.
Jean Sibelius, der „Meistverkannte“, zweifelte zeitlebens an sich und seinen Schöpfungen. Vier geplante Sätze verdichtete er in seiner Siebten zu einem. Nach eigenhändigem Verbrennen seiner Achten wurde die 7. Sinfonie zu seinem sinfonischen Abgesang. Es heißt: „Die Siebte ist heilige Musik“.
