Mitglieder der Niederbayerischen Philharmonie bieten uns ein gemischtes Programm mit Quartetten und Oktetten, mal mit Streichern und Klavier, mal mit reiner Bläserbesetzung, mit paarweise besetzten Oboen, Klarinetten, Hörnern und Fagotten. Fündig wurde man bei Wolfgang Amadeus Mozart und mit Nachtmusiken kannte der sich aus. Das Klavierquartett in g-moll KV 478 ist eigentlich ein verkapptes Klavierkonzert und sein Bläseroktett in c-Moll KV 388 ein Kaiseroktett, denn er schrieb für die Bläser Josephs II. nur dieses einzige Werk. Dass der große Sinfoniker Gustav Mahler als Sechzehnjähriger Kammermusik schrieb, weiß man, doch kennt man kaum etwas davon. Von seinem Werk überlebte nur der Kopfsatz, da der Rest auf dem Postweg zu einem Wettbewerb in Russland verloren ging. Im jüngsten Stück des Abends, dem Divertimento in Es-Dur für Bläseroktett des Briten Gordon Jacob (1895 – 1984), kommen Hornist*innen und deren Fans auf ihre Kosten. Der Komponist schien im 1968 entstandenen Stück austesten zu wollen, wie weit er gehen konnte.
