Johann Sebastian Bach | Anton Webern Ricercar a 6
Dmitri Schostakowitsch Cellokonzert Nr. 1 in Es-Dur op. 107
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 5 in c-Moll op. 67
Anton Webern zollte dem alten Meister Johann Sebastian Bach und dessen Instrumentation höchste Anerkennung, wie vor ihm schon Beethoven, dessen Bonmot „ … nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen …“ sich über alle Ozeane hinweg verbreitete. Im dichten Bachschen Liniengeflecht spürt Webern kleinsten motivischen Einheiten nach, leuchtet aus wie ein Maler des Chiaroscuro, lässt plastisch hervortreten – selbst die letzten Dinge. Den „punctus contra punctum“ übersetzt er im Sinne der Klangfarbenmelodie in einen „color contra colorem“. Auch im Cellokonzert setzte Dmitri Schostakowitsch seine Initialen DSCH in Töne – als Reminiszenz an den verehrten BACH? Wohl zur Selbstbehauptung in Stalins Regime, für das der Komponist zu leiden und musikalische Opfer zu bringen hatte. Der im damaligen Leningrad und heutigen St. Petersburg geborene Cellist Alexey Stadler machte gerade mit diesem Konzert zwischen San Francisco und Tokyo auf sich aufmerksam. Mit Titus Engel, Träger des Schweizer Musikpreises und künftigem Conductor in Residence an der Deutschen Oper Berlin, steht eine absolute Koryphäe am Pult. Im Beethovenjahr gedenken wir des Meisters und der Unsterblichkeit seiner Musik. Die als Schicksalssinfonie bekannte Fünfte mit dem ikonischen Thema ist hierfür die perfekte Wahl.
