Paula-Maria Kirschner

Schauspielerin

Paula-Maria Kirschner wurde in Passau geboren, studierte zunächst Philosophie und Theologie, wechselte dann zu Religionspädagogik (Dipl.FH) und ließ sich, ebenfalls in München, zur staatlich geprüften Schauspielerin ausbilden, wo sie des Weiteren eine Ausbildung im „Institut für Atemlehre“ absolvierte.

1984 debütierte sie als Gretchen im Urfaust, ging als Eve im Zerbroch ́nen Krug mit Manfred Krug, auf Tournee, spielte Sommerfestspiele in Ettlingen und war 171x in einer Wie es Euch gefällt– Inszenierung von Boleslav Barlog zu sehen. Auch der Puppenspieler Siegfried Böhmke („Die Fraggles“) engagierte sie für eine Produktion. Am Landestheater Niederbayern wurde sie 1987 als Luise in Kabale und Liebe engagiert und es folgten bis heute viele weitere Rollen, z.B.: Marie im Woyzeck, Rosa Gonzalez in Brennende Geduld, Irma in der Pfarrhauskomödie, eine Inszenierung von Johannes Reitmaier, Maria im Musical Linie 1, gnädige Frau in den Zofen, Augustias in Bernada Albas Haus, Balbina im Starken Stamm, Grete in den Präsidentinnen. Es folgten die Kroetzstücke Mensch Maier und Herzliche Grüße Aus Grado mit Klemens Neuwirth und die Hültner Trilogie mit Dieter Fischer, Am Ziel und Falsche Schlange, die Sommernachtssexkomödie von Woody Alan, Landshuter Erzählungen in der Inszenierung von Stefan Tilch und die Jagdszenen aus Niederbayern als weiteres Martin Sperrstück. Es folgten Mathe Rull im Zerbroch ́nen Krug, der Glaube in Jedermann, Josef und Maria von Turrini, Ranewskaja im Kirschgarten, Tante Martha in Arsen Und Spitzenhäubchen und Sie in Täbriz, nur in gute Hände.

Auch in vielen Kinderstücken war sie zu sehen: als Schneekönigin, als Hexe Tyrannja Vamperl in Michael Endes Wunschpunsch oder in Hänsel und Gretel um nur einige zu nennen. Sie schrieb und inszenierte für das Landestheater Niederbayern die Märchen Rumpelstilzchenund Dornröschen als Puppentheater und ist Autorin des Stücks Täbriz, nur in gute Hände, das unter der Regie von Peter Oberdorf 2024 uraufgeführt wurde, sowie des Traumspiels, einer Produktion des Jugendclubs. Außerdem ist sie immer wieder auch als Sprecherin im Einsatz: z.B.: als Hexe von Endor in Oratorium König David, in der Lesung über Marie Juchacz Mir geht so vieles durch Kopf und Herz mit Peter Tilch, in Narretei der Liebe mit Elias Haslauer,im Konzert Kleinen Prinz mit Basil Coleman, oder Kafkas Verwandlung (beides „Europäische Wochen“, Passau) und in Dass man nicht umsonst auf der Welt ist von und mit Oliver Karbus.

Seit der Spielzeit 2024/25 leitet sie den Jugendclub des Stadttheaters Landshut und unterrichtet „Atem, Stimme und Bewegung“ nach den Methoden von Prof. I. Middendorf. 2025 erhielt sie den Kulturellen Ehrenbrief der Stadt Passau.

Am 14. Juni 2024 war Paula-Maria Kirschner zu Gast in unserem Podcast „ESPRESSIVO – Hinter den Kulissen mit Thomas Ecker“. Hier geht’s zur Folge.