Libretto von Lorenzo da Ponte
Die Hochzeit von Figaro und Susanna steht unmittelbar bevor. Das Paar, in Diensten von Graf und Gräfin Almaviva, misst schon mal das gemeinsame Zimmer im Schloss aus. Doch der Graf, seiner Frau überdrüssig, hat ein Auge auf Susanna geworfen und versucht mit allen Mitteln, die geplante Hochzeit zu hintertreiben. Tatkräftige Unterstützung erhält er dabei von Bartolo, Marcellina und Basilio. Mittendrin tollt der Jüngling Cherubino, der in alle Frauen verliebt ist und es schafft, immer im ungünstigsten Moment am falschen Ort zu sein. Die 1786 am Hoftheater Wien uraufgeführte Oper Le nozze di Figaro ist ein Werk des Umbruchs. Hinter der rasanten Verwechslungskomödie blitzt das Gedankengut der Französischen Revolution auf: Die adligen Herrschaften können ihren Willen nicht mehr so leicht durchsetzen wie früher. Der Widerstand wird von den Frauen angeführt – Susanna verbündet sich mit ihrer Dienstherrin und gemeinsam führen sie die Männer vor. Die Verführungskraft von Mozarts Musik lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass die größte anarchische Sprengkraft im Eros liegt.
In italienischer und deutscher Sprache mit Übertiteln.
