DIE EHE DES HERRN BOLWIESER

Spielfilm nach dem Roman von Oskar Maria Graf

Beschreibung
Besetzung

Wie allgemein bekannt, ruhte auch während der Theaterschließungen 2020/2021 die Arbeit am Landestheater nicht: Sämtliche Produktionen wurden wie vorgesehen erarbeitet und anschließend über unsere Mediathek zur Verfügung gestellt. Für Die Ehe des Herrn Bolwieser nach dem wundervollen Roman von Oskar Maria Graf wurde ein anderer Weg gewählt: Die Produktion wurde ab Tag eins als echter Filmdreh, ohne vorherige Proben, konzipiert. Geplant war, zunächst den Film zu präsentieren und hinterher einzelne Szenen, Graphiken und Musiken aus dem Film als Elemente in die Bühneninszenierung zu integrieren. Ein aktuelles und experimentelles Statement also zu Theater während und nach den Schließungen.

 

Im März 2021 wurde zwei Wochen lang auf der Bühne im Landshuter Theaterzelt in einem Einheitsbühnenbild, das mit vielen grünen Stellflächen (Greenscreen) angefüllt war, gedreht. In der Postproduktion wurden diese durch künstlerisch hochwertige Graphiken unserer Ausstatterin Aylin Kaip ersetzt.

 

Entstanden ist nach kurzer, aber intensiver Drehzeit und sehr zeitaufwändiger Postproduktion ein veritabler Spielfilm, den wir voll Stolz in dieser Spielzeit als ganz eigene neue Kunstform präsentieren: ein Theaterspielfilm, der seinen Ursprung als Bühnenstück zu keinem Zeitpunkt verleugnet und dabei eine ganz eigene Ästhetik kreiert.

 

Eine bayerische Kleinstadt Ende der 1920er Jahre. Der Herr Bahnhofsvorstand Xaver Bolwieser genießt sein kleinbürgerliches Leben. Vor den Eskapaden seiner Frau Hanni, die zunächst eine Affäre mit einem ehemaligen Schulkameraden, dann mit dem Frisör des Städtchens beginnt, verschließt er lange die Augen. Auch vor Gericht beschwört er die Treue seiner Frau, wird dann aber wegen Falschaussage unter Eid zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Nach der Entlassung steht er vor dem Scherbenhaufen seines Lebens.

Ausstattung
Video
Florian Rödl
Choreografie